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Verein zur Förderung von Bildung und Kultur
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„Brauchen wir eine andere Beziehungskultur

Fr., 13.00 -13:45

Prof. Dr. G. Hüther

Alles, was die Beziehungsfähigkeit eines Menschen verbessert, stärkt und erweitert, ist gut fürs Hirn und gut für die Gemeinschaft, und jede Begegnung oder Erfahrung, die dazu führt, dass die Beziehungsfähigkeit von Menschen (zu sich selbst, zu anderen, zur Natur) geschwächt, eingeschränkt oder untergraben wird, macht aus dem Gehirn und der Gemeinschaft, in der diese Menschen leben, eine Kümmerversion dessen, was daraus hätte werden können.
Die Beziehungsfähigkeit eines Menschen hängt von den Erfahrungen ab, die er im Lauf seines Lebens machen konnte oder zu machen gezwungen war. Angst und Verunsicherungen wirken auf die Beziehungsfähigkeit, die Kreativität und die Neugier wie ein zäher Ölfilm, der sich über eine sprudelnde Quelle legt. Hirnforscher können inzwischen erklären, weshalb das Gehirn nur unter druckfreien Bedingungen in der Lage ist, hochkomplexe Beziehungsmuster zwischen den Nervenzellen aufzubauen. Nur ohne Druck lässt sich Unverbundenes miteinander in Beziehung bringen. Aber nicht nur für Nervenzellen im Gehirn, sondern auch im täglichen Zusammenleben, in Wirtschaft und Politik ist das, was man „Beziehungsfähigkeit“ nennt, die entscheidende Voraussetzung für die Entfaltung von Kreativität und Gestaltungskraft.

Sachbücher zum Weiterlesen:

1. G. Hüther: Biologie der Angst, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen, 1997.
2. G. Hüther: Die Evolution der Liebe, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen, 1999.
3. G. Hüther: Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2001.
4. G. Hüther: Die Macht der inneren Bilder, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2004.
5. G. Hüther, H. Bonney: Neues vom Zappelphilipp. Walter Verlag Düsseldorf, 2002.
6. G. Hüther, I. Krens: Das Geheimnis der ersten neun Monate. Walter Verlag Düsseldorf 2005.
7. K. Gebauer, G. Hüther: Kinder brauchen Wurzeln, Walter Verlag Düsseldorf, 2001.
8. K. Gebauer, G. Hüther: Kinder suchen Orientierung, Walter Verlag Düsseldorf, 2002.
9. K. Gebauer, G. Hüther: Kinder brauchen Spielräume, Walter Verlag Düsseldorf, 2003.
10. K. Gebauer, G. Hüther: Kinder brauchen Vertrauen. Patmos Verlag Düsseldorf 2004.
11. C. Nitsch, G. Hüther: Kinder gezielt fördern. Gräfe und Unzer, München, 2004.

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Göttingen.



Kongressanmeldung:

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