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„ Das Mysterium findet auf dem Hauptbahnhof
statt“ ( J. Beuys)
Über Beziehungskulturen, die Alltäglichkeiten der Beziehungskriege
und die Kostbarkeit, Beziehung leben zu lernen
SA. 09:45 - 10:30
Die Welt, in der wir leben, ist notwendig eine Welt,
die wir zusammen mit anderen hervorbringen und teilen.
Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, Selbstsorge und
Fremdsorge gehen Hand in Hand. Ohne Liebe und Freundschaft,
ohne dass wir andere annehmen und neben und mit uns leben
lassen, gibt es kein Leben, keine Sozialisation und damit
auch keine Menschlichkeit. Diese existenzielle Verknüpfung
der Menschen miteinander und der Welt, in der wir leben,
ist die Grundlage aller Ethik und der tiefe Sinn einer
Beziehungskultur. Vom ersten bis zum letzten Atemzug muss
das „Mysterium Liebe und Beziehung“ geübt
werden: mitten im Alltag, trotz und wegen der Unterschiede,
mit und ohne Erwerbsarbeit, zwischen den Geschlechtern
und Generationen, mit guten und schlechten Kindheiten,
mit wenig Zeit und oft gegen die Langeweile oder Mutlosigkeit.
In der Familie, im Kindergarten, in den Schulen, Betrieben
und Hochschulen, in den Krankhäusern und Hospizen,
auf der Straße und in den einsamen Nächten
einer Lebenskrise brauchen wir Beziehungskulturen, die
sich im Kern nicht unterscheiden. Der Weg vom Ich zum
Wir und wieder zurück folgt einem Wegweiser: „
Wir sind Leben, das leben will, inmitten von Leben, das
leben will.“ ( Albert Schweitzer)
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Kongressanmeldung:
Carpe diem - Verein zur Förderung von Bildung und Kultur
Nikolaus Gfrerer
Sportplatzstraße 28
5700 Zell am See
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